Schüßler Salze und Arthrose


Arthrose erfolgreich behandeln



Allgemeines

Ich werde häufig gefragt, was der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis ist. Um diese Frage beantworten zu können, ist es hilfreich, die beiden Wörter in ihre Silben zu zerlegen und zu analysieren. Das Präfix „Arth..“ hat seinen Ursprung im altgriechischen Wort „arthron“, was so viel bedeutet wie Gelenk. Bei einer „ose“ handelt es sich um eine krankhafte Veränderung, eine Deformation oder einen Gewebeabbau. Eine „itis“ ist ein entzündlicher Prozess.

Bei einer Arthrose handelt es sich also um eine degenerative Gelenkerkrankung bzw. um einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt. Eine Arthrose kann im fortgeschrittenen Stadium in eine Arthritis münden (aktivierte Arthrose). Bei einer Arthritis handelt es sich um einen entzündlichen Prozess im Bereich des Gelenkes. Aus einer Arthritis kann sich eine Arthrose entwickeln (sekundäre Arthrose).

In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen an einer Arthrose, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung. Das Risiko, an Arthrose zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter. Etwa zwei Drittel der Menschen über 65 Jahren sind von der Erkrankung betroffen. Die Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes bezifferte die Ausgaben für Arthrose-Erkrankungen (ICD-10: M15–M19) im Jahr 2015 auf 8,7 Milliarden Euro (aktuellere Zahlen derzeit nicht einsehbar).


Ursachen

Zunächst einmal stellt sich die Frage, wodurch Arthrose ausgelöst wird. Die primäre Arthrose (Primärarthrose, idiopathische Arthrose) beschreibt die klassische Alterserscheinung, die im fortschreitenden Leben eintritt und auf den natürlichen, körperlichen Verschleiß zurückzuführen ist. Die primäre Arthrose wird immer wieder mit einer genetischen Disposition in Verbindung gebracht. Zahlen der Deutsche Arthrose Stiftung belegen, dass das Risiko an Hüftgelenksarthrose zu erkranken bei 25% liegt, wenn die Mutter bereits von dieser Erkrankung betroffen ist.

Ernährungsfehler und Mineralstoffmängel (insbesondere während der Schwangerschaft und in der Kindheit) werden offiziell weder zu den Ursachen der primären Arthrose, noch zu den Ursachen der sekundären Arthrose gezählt. Ich gehe davon aus, dass viele primäre Arthrosen in Wirklichkeit durch eine Fehlernährung und/oder einen Mineralstoffmangel ausgelöst werden. Wie sagt Thomas Feichtinger immer so schön „Kochbücher werden innerhalb der Familie weitervererbt…“. Eine Erbschaft wird meist mit Freude gesehen und angenommen. Im Fall der Kochbücher müssen wir die Sache allerdings kritisch betrachten. Wenn immer wieder die gleichen Speisen in der gleichen Zusammensetzung mit den gleichen Garzeiten über 10, 50 oder 100 Jahre hinweg zubereitet und gegessen werden, dann kann das langfristig zu Mineralstoffmängeln führen. Zudem spielt die Produktion (z.B. intensive Landwirtschaft auf ausgelaugten Böden) und Verarbeitung (z.B. Bestrahlung, Isolierung und Denaturierung) von Lebensmitteln eine nicht unwesentliche Rolle.

Sekundäre Arthrosen können ebenfalls ausgelöst werden durch Fehlbelastungen, Übergewicht, Krankheiten und Verletzungen. Fehlbelastungen entstehen beispielsweise durch langes Sitzen, X-Beine, O-Beine oder zu intensive sportliche Betätigung. Fehlbelastungen können auch berufsbedingt auftreten z.B. bei Fliesenlegern und Malern. Berufsbedingte Gelenkverletzungen und Sportverletzungen können sich im Laufe der Zeit zu einer Arthrose entwickeln.

Das Körpergewicht spielt im Zusammenhang mit Arthrose eine sehr wichtige Rolle. Jedes Kilogramm, das sich zu viel „auf den Rippen“ oder „den Hüften“ angesammelt hat, belastet die Gelenke über das normale Maß hinaus. Eine Gewichtsreduktion ist insbesondere dann angezeigt, wenn der BMI Body-Mass-Index über 30 liegt. Hierfür ist es aber erst einmal notwendig festzustellen, ob es sich um eine Fettdickleibigkeit (waberndes Fett-Gewebe), eine Eiweißdickleibigkeit (festes Fleisch) oder eine schadstoffbedingte Dickleibigkeit („Puddinggewebe“) handelt. Häufig gibt die Antlitzanalyse bereits erste Hinweise auf den Typ:

  • Fettdickleibigkeit: Fettglanz, fette Haare, Pickel, gerötetes Kinn
  • Eiweißdickleibigkeit: wächsern, festes Gewebe
  • Schadstoffbedingte Dickleibigkeit: rötlich-bläuliche Nase, Juckreiz, grünliche Gesichtsfarbe

Folgende Erkrankungen können eine Arthrose ebenfalls auslösen: Borreliose, Psoriasis, Fibromyalgie, Sehnenentzündung, Schleimbeutelentzündung, Rheumatoide Arthritis, bakterielle Gelenkentzündung, Typ-2-Diabetes, Gicht etc.


Krankheitsverlauf

Anfangs rauen sich die Knorpelflächen auf (z.B. durch Säureeinlagerungen, unzureichende Produktion der Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) und durch eine Mangelversorgung des Knorpelgewebes). Der Knorpel verdichtet sich immer mehr und sklerosiert. Der Gelenkspalt wird schmaler, was über bildgebende Verfahren gezeigt werden kann. Insbesondere Verletzungen innerhalb des Gelenkes können Ausgangspunkt für eine arthrotische Veränderung sein.

Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu einer Knochenglatze. Es existieren keine knorpeligen Gelenkflächen mehr und die Knochen reiben aufeinander. Im Knochen bilden sich Zysten und die Gelenkinnenhaut entzündet sich. Kennzeichen für eine Entzündung sind: Überwärmung, Schmerz, Schwellung. Ist die Knorpelmasse aufgebraucht, muss das Gelenk gegen ein künstliches Gelenk getauscht werden.

Im Spätstadium deformiert das Gelenk. Es bilden sich knöcherne Auswüchse – sog. Osteozyten. Der Körper versucht, die fehlenden Gelenkknorpel durch breite Knochenflächen zu ersetzen, was allerdings nicht zielführend ist. Das Gelenk schwillt ödematös an und es kommt zu Bewegungseinschränkungen. Die das Gelenk umschließenden Muskeln verhärten und degenerieren.


Beschwerden

Zu Beginn der Erkrankung (Präarthrose) stellen sich folgende Beschwerden ein: Belastungsschmerz (z.B. beim Tragen eines Getränkekastens), Anlaufschmerz (z.B. am Anfang einer Fahrradtour), Morgensteifigkeit (nach dem Aufwachen müssen sich die Gelenke erst „einlaufen“ und „durchschmieren“)

Im weiteren Verlauf treten folgende Beschwerden auf:

  • Schmerzbedingte Schonhaltung
  • Überlastung an anderer (gegenüberliegender) Seite
  • Verspannte Muskeln und Sehnen
  • Psychische Belastung
  • Depressive Verstimmung
  • Sozialer Rückzug

Im Endstadium haben wir es mit folgenden Beschwerden zu tun:

  • Gelenkknirschen
  • Ruheschmerzen
  • Bewegungseinschränkung
  • Gelenkentzündung
  • Gelenkerguss
  • Gelenkschwellung
  • Muskelschwäche
  • Instabilität des Gelenkes

Arthrose ist - wie Sie bereits lesen konnten - mit Schmerzen verbunden. Im Laufe der Zeit steigern sich die Schmerzen in Wellen immer mehr. Die medikamentöse Schmerztherapie ist in der sogenannten Schulmedizin ein wesentlicher „Therapiebaustein“. Durch den Einsatz von Schmerzmitteln werden jedoch die Ursachen der Erkrankung nicht in Angriff genommen (was viele Betroffene nicht begreifen). Das ist in etwa so, als würden man im Auto-Cockpit eine rote Warn-Lampe mit einem Stück Klebeband abdecken und verschwinden lassen, wenn diese aufleuchtet. Der Schmerz ist im Grunde genommen nur eine Anzeige für den Grad der „Unordnung“ im Körpergewebe.

In der Praxis habe ich leider sehr oft erlebt, dass die Betroffenen viel zu lange mit einer wirkungsvollen Therapie warten – nach dem Motte „Zum Heilpraktiker kann ich später immer noch gehen.“. Leider kann am Ende der Heilpraktiker (oder Mineralstoffberater) auch nicht mehr helfen, wenn keine Knorpelzellen mehr vorhanden sind. Degenerative, entzündliche Prozesse im Gelenk lassen sich im fortgeschrittenen Stadium nur schwer in den Griff bekommen. Ein operativer Tausch des Gelenks ist dann nicht mehr zu umgehen. Was mich auch immer wieder erstaunt, ist die passive Haltung vieler Senioren, die mit dem Alter immer mehr zunimmt. Schon oft habe ich zu hören bekommen „Da kann man nichts machen. Das ist im Alter doch normal.“


Einnahme

Die Biochemie nach Dr. Schüßler stellt einen wertvollen Baustein bei der Behandlung von Arthrose dar. Zunächst einmal wollen wir uns anschauen, welche Mineralstoffverbindungen wir für die Behandlung der Arthrose einsetzen können. Bei der Einnahme (Tabletten werden gelutscht oder in aufgelöster Form getrunken) werden die Mineralstoffe im Körper verteilt und an den Stellen des größten Mangels eingesetzt. Es wird dem Körper überlassen, wo er die Mineralstoffe einsetzt. Nachfolgend wird die Wirkung von Schüßler-Salzen auf die Gelenke dargelegt:

Calcium fluoratum Nr. 1: sorgt für Elastizität des Gelenkknorpels, der Gelenkkapsel und der umschließenden Bänder und Sehnen

Calcium phosphoricum Nr. 2: entspannt die willkürliche Muskulatur rund um die Gelenkkapsel und entlastet das Gelenk, fördert den Aufbau von Knochenmasse an den angrenzenden Knochen

Ferrum phosphoricum Nr. 3: unterstützt den Körper bei entzündlichen Prozessen und bei schmerzhaften Gelenken

Natrium chloratum Nr. 8: Versorgung des Knorpelgewebes durch Diffusionsvorgänge, Bildung der Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere)

Natrium phosphoricum Nr. 9: reguliert Säure-Base-Haushalt, ein ausgeglichener Säure-Base-Haushalt ist für gesunde Gelenke unabdingbar

Silicea Nr. 11: Silizium ist wichtig für den Aufbau des Bindegewebes, unterstützt den Einbau von Silizium im Knorpel

Lithium chloratum Nr. 16: beeinflusst den Säure-Base-Haushalt, reguliert die Harnsäure

Manganum sulfuricum Nr. 17: unterstützt den Körper bei der Bildung von Chondroitinsulfat, Chondoitinsulfat ist für den Aufbau gesunder Knorpelmasse notwendig

Stannum metallicum Nr. 31: wirkt bei chronisch, entzündlichen Prozessen im Gelenk


Standard Einnahmeempfehlung mit Dosierung

Calcium fluoratum Nr. 1
(7 Tabletten)

Calcium phosphoricum Nr. 2
(10 Tabletten)

Natrium chloratum Nr. 8
(10 Tabletten)

Natrium phosphoricum Nr. 9
(20 Tabletten)

Silicea Nr. 11
(10 Tabletten)

Lithium chloratum Nr. 16
(7 Tabletten)

Manganum sulfuricum Nr. 17
(10 Tabletten)

Stannum metallicum Nr. 31
(7 Tabletten)


 

Ernährung
Die optimale Ernährung bei Arthrose ist einigermaßen komplex. Aus diesem Grund können wir in diesem Rahmen nur kurz auf die Ernährung eingehen. Aus meiner Sicht ist der Therapiebaustein Ernährung der Schwierigste von allen. Ernährungsgewohnheiten und Gelüste auf bestimmte (nicht selten ungesunde) Lebensmittel sind ausgesprochen hartnäckig.

Zum Thema Arthrose und Ernährung gibt es aber ausreichend Literatur. Am Ende des Beitrags finden Sie eine Literaturempfehlung mit vielen wertvollen Tipps zur Ernährung.

Schauen wir uns zunächst einmal die ungesättigten Fettsäuren an. Bei den Fettsäuren müssen wir zwischen den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren (z.B. Alpha-Linolensäure) und den entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren (z.B. Linolsäure) differenzieren. Von entscheidender Bedeutung ist das Verhältnis, in dem wir diese Fettsäuren zu uns nehmen. Das optimale Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 liegt bei 1:2. In den westlichen Industrienationen liegt das durchschnittliche Verhältnis nicht selten bei unglaublichen 1:10!

Omega-3-Fettsäuren finden wir vor allem im Hering und der Makrele (etwas weniger auch in Forelle und Seelachs). Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dreimal wöchentlich Fisch (idealer Weise aus Wildfang) zu essen. Über die Einnahme von Fischölkapseln kann der Anteil der Omega-3-Fettsäuren gesteigert werden. Als zusätzliche Quellen von Omega-3-Fettsäuren kommen in Frage: Speiseleinöl, Walnussöl, Hanfnussöl.

Aufgrund des hohen Omega-6-Anteils sollten Sie folgende Lebensmittel vermeiden: Distelöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Fertigprodukte, Getreideprodukte wie z.B. Nudeln und Brötchen.

Schauen wir uns noch die Omega-9-Fettsäuren an. Hierbei handelt es sich um einfach ungesättigte Fettsäuren. Der bekannteste Vertreter dieser Fettsäuren ist das Olivenöl. Olivenöl und Omega-3-Fettsäuren wirken zusammen stark entzündungshemmend. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Zubereitung einer Salatsauce Olivenöl und Speiseleinöl kombinieren.

Werfen wir nun einen Blick auf die gesättigten Fettsäuren. Hierbei handelt es sich meist um Fleisch-, Wurst- und Milchprodukte. Fleisch kann empfohlen werden, wenn die Tiere mit Gras gefüttert wurden und nicht mit Kraftfutter aus Weizen und Soja. Wurst und Würstchen sollten nur wenig verzehrt werden, da hier viele Zusatzstoffe und auch noch Extra-Fett (in der Regel Omega-6-Fettsäuren) hinzugefügt wird. Wurst und Würstchen erhöhen somit Entzündungen und Knorpelabbau im Körper.

Vor einigen Jahren war eine Patientin mit Arthrose bei mir in der Praxis. Ich riet Ihr am Ende des Behandlungstermins, den Konsum von Fleisch und Wurstwaren zu reduzieren. Die Patientin schaute mich verwundert an und meinte „Was soll ich denn dann überhaupt noch essen?“. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass es außer Fleisch und Wurst noch etwas anders gibt. Meine anschließenden Ausführungen hinsichtlich Lebensmittel-Alternativen waren allerdings gar nicht nach ihrem Geschmack.

An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf das richtige Fett zum Braten eingehen. Hierzu eignet sich Kokosöl (kein Kokosfett!), Palmöl und Butterschmalz. Kokosöl (unraffiniert bzw. nativ) ist besonders gut zum Braten geeignet, weil es Laurinsäure enthält, welche sehr leicht in die Zellmembran eingebaut werden kann und vor freien Radikalen schützt. Laurinsäure besitzt außerdem anti-bakterielle Eigenschaften und erhöht das schützende HDL-Cholesterin.

Und jetzt noch ein paar Worte zur Arachidonsäure (AA). Arachidonsäure ist das Endprodukte, das aus Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) verstoffwechselt wird und Entzündungsprozesse im Körper fördert. Unser Körper stellt zwar die Arachidonsäure selbst her, kann diese aber auf einem niedrigen Niveau regulieren. Problematisch ist die Arachidonsäure, die über tierische Lebensmittel zugeführt wird. Vor allem gemästete Schweine, Puten und Hühnchen enthalten viel AA.


Nährungsergänzung

Nährstoffpräparate unterstützen das Knorpelgewebe hinsichtlich des Aufbaus, des Stoffwechsels und der Regeneration. Im Zusammenhang mit Arthrose rücken zwei Nährstoffpräparate der Adler-Pharma in den Fokus. Zum einen geht es um das Adler-Ortho-Aktiv Nr. 8 und zum anderen um das Adler-Ortho-Aktiv Nr. 9.

Adler-Ortho-Aktiv Nr. 8 enthält Mangan, was für eine elastische Knorpelbildung unabdingbar ist. Mangan ist außerdem Bestandteil der mitochondrialen Superoxiddismutase, welche als Radikalfänger wertvolle Dienste leistet. Neben Mangan enthält Adler-Ortho-Aktiv Nr. 8 Glucosaminsulfat, das einen wichtigen Baustein für die Knorpelsubstanz darstellt. Es reguliert das Gleichgewicht zwischen Knorpelauf- und abbau und ist für die Bildung von Hyaluronsäure und Proteoglykanen wichtig. Chondroitinsulfat wirkt entzündungshemmend und ist für die Bildung von Hyaluronsäure und Proteoglykanen notwendig. Chondroitinsulfat hat nicht zuletzt protektive Eigenschaften für die Knorpelmasse. Adler-Ortho-Aktiv Nr. 8 enthält außerdem Methylsulfonylmethan. Diese schwefelhaltige Substanz wird für den Einbau in das Knorpelgewebe benötigt. Des Weiteren finden wir im Adler-Ortho-Aktiv Nr. 8 das antioxidativ wirkende OPC. Vitamin C wird für den Kollagenaufbau benötigt und rundet die Mischung mit seinen antioxidativen Eigenschaften ab.

Adler-Ortho-Aktiv Nr. 9 enthält Dolomit. Die enthaltenen basischen Calcium- und Magnesium-Salze wirken regulierend auf den Säure-Base-Haushalt im Körper. Neben Dolomit enthält Adler-Ortho-Aktiv Nr. 9 Zinnkrautextrakt, das entwässernde und durchspülende Wirkung hat. Zink wird für den Stoffwechsel in den Gelenken genötigt. Außerdem ist Zink Bestandteil der Carboanhydrase, welche den Säure-Base-Haushalt über die Niere reguliert. In der Niere wird beispielsweise Bicarbonat rückresorbiert.

Ich werde immer wieder gefragt, ob die Einnahme von Kurkuma bei Arthrose vorteilhaft ist. Kurkuma wirkt auf der einen Seite entzündungshemmend, wird vom Körper aber nur schwer aufgenommen. Es gibt einige Präparate, die neben Kurkuma auch Schwarzen Pfeffer enthalten, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Allerdings ist es so, dass der Schwarze Pfeffer im Magen-Darm-Trakt eine Reizung verursachen kann. Besser sind Kurkuma Kapseln mit Mikrokristallisation und das Mizell-Kurkuma.


Äußere Anwendung

Bei arthrotischen Gelenken bietet sich der Einsatz der Regidol Gelenkecreme für die lokale äußere Anwendung an. Die Gelenkecreme enthält die Schüßler’schen Mineralstoffe Nr. 1, 2, 3, 8, 9 und 11.

Gelenkknorpel lieben die regelmäßige, uneingeschränkte, dynamische, wohl dosierte Be- und Entlastung. Durch den entstehenden Pumpeffekt werden ver- und entsorgende Diffusionsvorgänge im Knorpelgewebe unterstützt.

Calcium fluoratum Nr. 1 wird in erster Linie benötigt, den Sehnen und Bänder um die Gelenkkapsel herum die nötige Elastizität zu geben. Aber auch das Gelenk selber will in seiner Elastizität unterstützt werden.

Calcium phosphoricum Nr. 2 ist sehr wichtig für die Muskulatur, die das Gelenk umschließt. Nur wenn sich die Muskulatur um das Gelenk herum entspannen kann, ist eine uneingeschränkte dynamische Belastung und Entlastung des Knorpelgewebes möglich.

Ferrum phosphoricum Nr. 3 wird insbesondere bei schmerzhaften und/oder entzündeten Gelenken benötigt. Ferrum phosphoricum erhöht die Transportqualität des Blutes und verbessert somit u.a. die Versorgung der Gelenke.

Natrium chloratum Nr. 8 dient der Steuerung der Flüssigkeiten innerhalb des Knorpelgewebes (Diffusionsvorgänge). Außerdem hilft es die Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) zu regulieren.

Natrium phosphoricum Nr. 9 wird in erster Linie für die Regulierung des Säure-Base-Haushaltes benötigt. Geschieht das nicht, können sich Säuren im Gelenk und in den Bändern und Sehnen um das Gelenk herum einlagern. Säurekristalle wirken im Gelenk ähnlich wie Schmirgelpapier.

Silicea Nr. 11 hat strukturgebende Eigenschaften und wird für den Aufbau der Knorpelmasse und des Bindegewebes der Gelenkkapsel benötigt.

Die Schüßler’schen Mineralstoffe Nr. 1, 2, 3, 8, 9 und 11 können genutzt werden, um eine Breiauflage für das betroffene Gelenk anzufertigen. Die Schüßler-Salze werden etwa zu gleichen Teilen mit Wasser zu einer quarkähnlichen, streichfähigen Masse angerührt und großzügig auf das Gelenk aufgetragen. Eine abdeckende Frischhaltefolie sorgt dafür, dass die Masse nicht zu schnell austrocknet. Nach etwa 20 Minuten kann das leicht verfestigte Gelenktherapeutikum abgewaschen werden. Eine abschließende Versorgung des Gelenkes mit der Regidol Gelenkecreme ist sinnvoll.

Im Anschluss an das mehrmalige Auftragen der Gelenkecreme Regidol können die Mineralstoffe mit einem Massagegerät wie z.B. mit dem Pneumatron 200 in tiefe Gewebeschichten einmassiert werden. Durch den Unterdruck kommt es zum Ansaugen von Gewebeschichten und Muskulatur. Der ständige Impulswechsel sorgt für eine intensive Bearbeitung der betroffenen Gewebeabschnitte.

Zur äußeren Anwendung gehört bei Arthrose auch das BaseCare Basenbad. Bei der Behandlung von Arthrose spielt der Ausgleich des Säure-Base-Haushaltes eine wichtige Rolle. Auch wenn der Körper über die Haut nur verhältnismäßig wenig Säure ausscheiden kann, so sollte diese Möglichkeit trotzdem als entsäuernder Baustein genutzt werden. Damit der Körper in den Ausscheidungs-Modus schalten kann, muss dafür gesorgt werden, dass das Badewasser über der Körper-Temperatur von 37° C liegt. Falls sich das Gelenk bereits entzündet hat und schmerzt, macht ein Basenbad jedoch keinen Sinn mehr.

Wer möchte, kann sich eine homöopathische Einreibung in der Apotheke anfertigen lassen. Die nachfolgende, bewährte Mischung wird einmal täglich angewendet.

(homöopathische Dillution zu gleichen Teilen mischen)

  • Ichthyolum D12
  • Arnica D12
  • Symphitum D6
  • Conium D4


Magnetfeldtherapie

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass sich zwei pulsierende Magnetfelder, die aufeinander ausgerichtet werden, sehr gut auf das Knorpelgewebe auswirken. Die Magnetstäbe erzeugen gepulste, gleichpolige Magnetfelder. Das Körpergewebe zwischen den Magnetstäben wird angeregt und vitalisiert. Die Versorgung mit nährstoffreicher Flüssigkeit wird verbessert.

Hier werden zwei Magnetfelder aufeinander ausgerichtet. Diese Anwendung wirkt deutlich besser, als einfache Magnetfelder. Anfragen zur Magnetfeldtherapie senden Sie an info@konzepte-und-heilkunst.de


Sonstiges

  • Rauchen aufhören
    Der Konsum von Tabak beeinflusst die Entstehung und den Verlauf von Arthrose.
  • Alkohol meiden
    Der Konsum von alkoholischen Getränken hat direkten Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Arthrose.
  • Verhütung von Gelenksverletzungen
    (z.B. Fußballspielen, Fließen legen, Arbeiten mit Presslufthammer, Kampfsport, schweres Tragen, Wandern mit großem Höhenunterschied, Renovierungsarbeiten)
  • Schuhe mit weichen Sohlen tragen
    (z.B. Pufferabsätze, stoßgedämpfte Einlagen, keine Stöckelschuhe)
  • Leichte körperliche Betätigung ohne Belastung der Gelenke
    (z.B. Schwimmen, Radfahren in der Ebene, Übungen siehe Buch Dr. Feil)
  • Der Einsatz von Blutegeln kann den Verlauf der Arthrose positiv beeinflussen.
  • Denken Sie sich gesund
    Gedanken, Gefühle und Stimmungen sind Schwingungsmuster, die Einfluss auf Zellmembranen und Chromosomen haben.
  • Bruno-Gröning-Freundeskreis
    Bei diesem gemeinnützigen, spendenfinanzierten Verein geht es um Heilung auf geistigen Weg. Gemeinschaften finden Sie in vielen Städten und Gemeinden https://www.bruno-groening.org/de


Buchempfehlung

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch das Buch „Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden“ empfehlen. Ende 2018 erschien bereits die 5. Auflage. Das Buch ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben und enthält viele wertvolle Informationen sowohl für Betroffene als auch für Mineralstoffberater/Therapeuten in komprimierter Form.

 


Titel: Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden
Verlag: Forschungsgruppe Dr. Feil
ISBN-10: 3000401911
ISBN-13: 978-3000401916

Autor


Stefan Lackermeier
Heilpraktiker und Ausbilder der GBA
https://www.konzepte-und-heilkunst.de/schuessler-salze-seminare-bei-konzepte-heilkunst/

Weiterführende Links

Schüßler-Salze Anwendung
https://www.schuessler-salze-anwendung.eu/

Thomas Feichtinger – Der Schüßler-Spezialist
https://www.thomas-feichtinger.at/